GMDSS ist die Zukunft des Seefunks
 
Am 1. Februar 1999 war die Übergangsphase zu Ende und die Berufsschifffahrt hat ihre Schiffe auf See mit GMDSS ausgerüstet. Dies bedeutet, daß ein Großteil des Anrufverfahrens im Seefunk nur mehr mit DSC (Digital Selectiv Calling) durchgeführt wird. Der Anruf auf dem Arbeitskanal oder gar auf dem Notrufkanal wird fast zur Gänze wegfallen. 
 
Nur einige wenige Küstenfunkstellen, die aus Rücksicht zu den Yachtis oder aus anderen wenig wirtschaftlichen Gründen das herkömmliche Anrufverfahren praktizieren wollen, sind noch in Phonie zu erreichen!  Vor allem in den Gebieten mit starkem Yachttourismus wird es GMDSS schwer haben, sich durchzusetzen. Aber auch hier werden mit der Zeit die Vorteile des digitalen Anrufverfahrens angenommen. 
 
Im Seenotfall wird GMDSS seine Stärken zeigen: 
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Durch die vernetzte Nachrichtenstruktur zwischen Raumsegment (= satellitengestützt) und dem terrestrischen Segment von GMDSS wird eine effiziente und äußerst rasche (im Sekunden- bis Minutenbereich) weltweite Alarmierung im Seenotfall erreicht. 
 
Damit wird GMDSS auch für den Yachtskipper als Sicherheitsausrüstung - und das soll es primär auch sein - interessant.  Vorerst ist nur das Anrufverfahren digital (DSC), aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Digitaltechnik auch die analoge Sprache von den 
Seefunkfrequenzen verdrängt.

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